Was ist beim Anpflanzen und der Pflege eines Walnussbaumes zu beachten?

Anpflanzen:

  • Standort: Walnüsse benötigen tiefgründigen nährstoffreichen Boden ohne Staunässe, am besten auf sonnigem, warmen Standort. Robuste Sorten wachsen aber auch auf bis zu ca. 600 Höhenmetern
  • Platzbedarf: Kleinwüchsige brauchen ca. 50-70 m2 und starkwüchsige bauchen ca. 100 m2
  • Beim Einpflanzen darf die veredelte Stelle nicht unter der Erde sein. Erdballen eben mit der Erde eingraben. Nach dem Eingraben gut eingießen und bei trockener Witterung in den folgenden 4 Wochen regelmäßig gießen. 
  • Bei mageren Böden kann man etwas mehr Erde (0,5m) ausgraben und mit vorgedüngtem humosen Boden auffüllen. 
  • Empfehlenswert ist eine stützende Stange aus Holz in der Nähe des Stammes einzuschlagen und den Baum mit einem breitflächigen Band anzubinden/sichern damit der Baum bei Sturm nicht umfällt (3-5 Jahre). 
  • in den ersten beiden Jahren das Unkraut unter dem Baum weggeben, damit die Nährstoffe ausschließlich für den Baum zur Verfügung stehen

Schneiden:

  • in den ersten Jahren die Seitentriebe bis zur gewünschten Stammhöhe entfernen (die Krone und die obersten Triebe bestehen lassen)
  • entlang des Stammes schneiden
  • wenn die Höhe des Stammes die gewünschte Höhe erreicht hat (ca. 1,5 - 2 m um darunter gehen zu können) braucht man Nussbäume nicht mehr schneiden außer man will den Baum absichtlich kleiner, schmäler, höher haben
  • Schnitt am besten in den Monaten April, Mai, da der Baum mit dem Wundverschluss schneller beginnt! 


  •  Achtung! Die Zwergnussbäume braucht man nicht schneiden. Nur in Form schneiden. 
  • Sofern der Zwergnussbaum ausgepflanzt wird, also nicht im Topf gehalten wird, dann können die  Pflegetipps dieser Seite für Anpflanzen, Düngen und Gießen übernommen werden. 


Düngen und Gießen:

  • Nach dem Einpflanzen bei trockener Witterung in den folgenden 4 Wochen regelmäßig gießen
  • Nussbäume sind Tiefwurzler und brauchen nach dem Anwachsen unter normalen Umständen nicht gegossen werden. (es schadet aber auch nicht, speziell im Hochsommer oder in sandigen Böden)
  • Walnussbäume sind Starkzehrer und benötigen einmal im Jahr eine Grunddüngung und im Herbst kann man eine Kalidüngung vornehmen, damit die Äste und Knospen gut ausreifen und der Baum gut für den Frost gerüstet ist. 
  • bei eher sauren Böden empfiehlt sich 1x im Jahr  (Herbst) Düngekalk einzusetzen. Dies unterstützt den Baum auch bei der Abwehr von Walnussfruchtfliegen (schwarze Schalen)
  • Nusslaub im Herbst entfernen damit die Wiese darunter nicht leidet

Besonderheiten bei der Topfhaltung (nur Zwergnussbäume dafür geeignet): 

  •  Sie können bei der Topfgröße einen ca. 20 - 40 Liter Topf für die ersten Jahre verwenden. 
  •  Bitte verwenden sie eine gute Qualitätserde und man kann auch gleich einen Langzeitdünger mit in die Erde mischen. 
  • Es kann auch regelmäßig mit Flüssigdünger gearbeitet werden. 
  • Wichtig ist, daß der Topf im Sommer nicht zu heiß wird, damit die Wurzeln nicht geschädigt werden. Schattige Lage oder Topf dämmen/umwickeln. 
  • Eine Möglichkeit den Zwergnussbaum im Topf draußen zu überwintern, ist, den Topf gut einzuwickeln mit Stroh oder anderem Dämmmaterial UND nahe an die Hausmauer stellen was meist ausreicht, damit der Topf nicht durchfriert, was sehr wichtig ist.  
  • Optimal zum Überwintern ist ein kühler Ort wo es aber keinen Dauerfrost gibt, z.b. in einer nicht beheizten Garage. Da der Baum im Winterschlaf ist benötigt er auch kein Licht. Erst nach den ersten Nachtfrösten im Herbst (0 bis -5 Grad) in einen kalten Raum stellen  damit der Baum schon im Winterschlaf ist. 
  • Im Frühling nach dem Dauerfrost so schnell wie möglich wieder Raus bringen damit bei einem Spätfrost die Knospen noch im Winterschlaf sind.


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